Ein genussvoller Begegnungsabend der Kulturen in Nottwil

 

Der Begegnungsabend bei bester Stimmung mit Ausländern und Schweizern im Vikariatshaus Nottwil war ein gelungenes Ereignis.  

 

Gut 50 Personen waren am Freitagabend zum Begegnunsanlass ins Vikariatshaus gekommen. Neben Schweizern kamen auch Ausländer, bzw. Flüchtlinge aus dem Tibet sowie aus Eritrea, Tansania, Afghanistan, Iran, Bosnien, Kenia und Sri Lanka. Sie alle hatten den Wunsch, sich gegenseitig kennen zu lernen und über Lebensgeschichten, andere Kulturen und Hintergründe auszutauschen. Ausserdem haben sie verschiedene Köstlichkeiten aus ihren Kulturkreisen mitgebracht, weshalb es ein vielfältiges, äusserst feines Nachtessen gab.

 

Neben einigen Outdoor-Spielen für die Kinder, inklusive Schlangenbrot braten, gab es eine besinnliche Ecke für Wünsche, zu denen man in einer Sandschale Kerzen anzünden konnte, sowie eine Malstaffelei, auf der im Verlaufe des Abends ein Gemeinschaftsbild entstand. Highlights waren die Gesänge der Flüchtlingsgruppe aus dem Tibet sowie die Schülerbeiträge mit Handorgel, Schwyzerörgeli und Gitarre. Beim gemeinsam gesungenen „es Buurebüebli“ schunkelten alle herzhaft mit.

 

Betroffen gemacht haben die Fluchtgeschichten und die Äusserungen, dass man die Familien im Heimatland vermisst und man auf eine bessere Perspektive in den Krisenregionen hofft. Aber auch von der erfahrenen Gastfreundschaft in der Schweiz wurde berichtet und davon, dass an Abenden wie diesen Berührungsängeste abgebaut und das gegenseitige Verständnis gefördert werden kann. Solches ist sehr wichtig!

 

Dieser Abend war Teil der vom kantonalen Sozialdepartement initiierten Aktionswoche mit dem Motto „Auf der Flucht – bei uns angekommen?“ Die erweiterte Diakoniegruppe der Pfarrei, die Frauengemeinschaft und der Gemeinderat von Nottwil luden gerne hierzu ein.

 

Es war ein gelungener Abend, der sich von nun an auch künftig am Freitag vor dem Flüchtlingssonntag wiederholen soll. Vielleicht sogar gelingt es, noch weitere, ähnliche Begegnungsanlässe zu ermöglichen, damit Ängste abgebaut werden und die Kulturen besser voneinander lernen können.

 

Bruno Hübscher, Diakon